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Granada

„Granada“ wurde 1932 von dem mexikanischen Bolero-Komponisten Agustín Lara geschrieben und gilt heute als eines der berühmtesten Lieder über die andalusische Metropole. Seine spannungsgeladene Melodie mit stolzem Marschrhythmus und leidenschaftlichem Refrain fängt den Glanz der maurischen Paläste und das feurige Temperament Spaniens ein. 

Fritz Wunderlichs Version verbindet seinen charakteristischen, hell strahlenden Tenor mit spanisch inspiriertem Vibrato – besonders im dramatischen Forte des zweiten Verses hört man, wie er den großen Hall des Konzertsaals füllt. Die klare Artikulation spanischer Vokale („G-rah-NAH-dah“) und der präzise Staccato-Beginn verweisen auf seine Meisterschaft in sprachlicher Finesse. 

Wunderlich soll das Lied einst in einem Konzert in Tokio so emotional vorgetragen haben, dass das japanische Publikum im Refrain lautstark mitsang und erst nach drei Zugaben „Granada“ losließ. Die Kostümwahl – dunkler Frack und rotes Einstecktuch – betonte sein nobles Bühnenbild und verlieh dem Auftritt zusätzlichen südländischen Flair. 

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