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Can‘t help falling in love

Can’t Help Falling in Love entstand 1961 für Elvis Presleys Film Blue Hawaii; das Autorentrio Hugo Peretti, Luigi Creatore und George David Weiss lehnte die Melodie bewusst an „Plaisir d’amour“ (1784) von Jean-Paul-Égide Martini an – daher die klassische Anmutung der Gesangslinie. Die Studioaufnahme entstand am 23. März 1961 bei Radio Recorders (Hollywood) im Rahmen der Blue-Hawaii-Sessions (RCA-Produktion Steve Sholes; musikalische Leitung fürs Filmprojekt Joseph Lilley). Charakteristisch ist das wiegende 12/8-Metrum mit sanftem Balladen-Puls; Elvis’ Fassung steht in D-Dur.  

Klanglich setzt die Aufnahme auf intime Rhythmusgruppe, Klavier und gezügelte Streicher, getragen von Vokalharmonien (u. a. The Jordanaires/The Surfers), was die Schlichtheit des Liebesbekenntnisses betont. Ein hübsches Detail der Textgeschichte: Das Lied war anfänglich aus weiblicher Perspektive als „…falling in love with him“ gedacht – das erklärt, warum die 1. und 3. Verszeile auf „in“ enden und nicht auf einen Reim mit „you“.  

Als Single am 21. November 1961 veröffentlicht, erreichte der Titel Platz 2 der US-Hot 100 und Platz 1 in Großbritannien; in den 1970ern wurde er Elvis’ feste Schlussnummer – legendär u. a. im Fernseh-Konzert „Aloha from Hawaii“ (1973). Die auf dem Master veröffentlichte Fassung stammt aus Take 29 derselben Session. So erklärt sich die Mischung aus unaufgeregter Einfachheit und „perfektem Moment“, die den Song bis heute zu einem universellen Hochzeits- und Evergreen-Favoriten macht. Weiss’ Lyrics spielen mit dem Gegensatz von Verstand und Gefühl: Die Erwachsenenregel „only fools rush in“ kontrastiert das «unvermeidliche» Eilen ins Liebesglück. Diese Spannung macht die Universalität des Themas aus und erklärt, warum das Lied in unzähligen Sprachen gecovert wurde.

Herbert Wüscher hat das Werk zusammen mit dem Pianisten Yannick Zirngibl 2024 neu eingespielt. Es ist im Shop erhältlich.

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