„Mamma (Mamma, son tanto felice)“ stammt aus dem Jahr 1940: Musik Cesare Andrea Bixio, italienischer Text Bixio Cherubini (häufig fälschlich seinem Bruder Bruno zugeschrieben). Berühmt wurde das Lied als Titelsong des gleichnamigen Filmfahrzeugs für Beniamino Gigli (Mamma, Regie: Guido Brignone, Premiere 1941). Gigli nahm die Nummer um 1940/41 auf; sie wurde sein Markenzeichen und avancierte später – in englischer Fassung „Mama“ – auch international zum Evergreen.
Giglīs Interpretation lebt von schlicht getragenem Cantabile, ruhigem mezza voce und fein dosierten Portamenti – die Emotion entsteht aus dem Wort, nicht aus opernhafter Pose. Ideal ist eine warme Mittellage mit schlank fokussierter Höhe; die Phrasen wollen weit geatmet und ohne Druck gespannt werden, damit der Refrain wirklich „aufblüht“, statt nur lauter zu werden. Begleitseitig funktioniert die Ballade sowohl im salonartigen Arrangement (Streicher/Harfe) als auch kammermusikalisch (Klavier/Gitarre); entscheidend bleibt die klare Diktion bei „Mamma, son tanto felice…“, damit der persönliche Ton gleich im ersten Takt trifft.
Kontext & Repertoire-Anschluss: Das Lied steht in einer Linie mit den großen italienischen Canzoni des 20. Jahrhunderts; wie „Core ’ngrato“, „Rondine al nido“, „O sole mio“ oder „Torna a Surriento“ .